▮Flüssig ist nicht dasselbe wie richtig
Maschinelle Übersetzung ist früher sichtbar gescheitert. Holprige Sätze und fehlerhafte Grammatik zeigten dem Leser, dass etwas nicht stimmte. Heutige KI-Texte scheitern selten so. Sie lesen sich natürlich, und genau das macht ihre Fehler schwer auffindbar. Diese Probleme sehen wir in KI-Übersetzungen, die uns zur Prüfung erreichen, am häufigsten:
- Fehlender Inhalt. Ein Satz, eine Einschränkung oder ein Warnhinweis fehlt einfach, während der Absatz darum herum weiterhin gut klingt.
- Umgekehrte Bedeutung. Eine Verneinung wurde umgekehrt, oder eine Bedingung wie „außer wenn“ oder „nur wenn“ wurde abgeschwächt.
- Veränderte Zahlen. Zahlen, Einheiten, Toleranzen oder Datumsangaben weichen zwischen Ausgangs- und Zieltext ab.
- Uneinheitliche Begriffe. Derselbe Fachbegriff erscheint in einem Dokument in drei verschiedenen Formen, weil der Text in getrennten Abschnitten verarbeitet wurde.
- Hinzugefügter Text. Sätze, die im Ausgangstext nicht stehen, wurden ergänzt, damit sich der Zieltext glatter liest.
- Falscher Ton. Ein Ton, der zu Marketingtexten passt, wurde auf einen Vertrag, eine Sicherheitsanweisung oder eine Packungsbeilage übertragen.
Keiner dieser Fehler ist für jemanden sichtbar, der nur den Zieltext liest. Jeder davon ist für jemanden sichtbar, der den Zieltext Satz für Satz mit dem Ausgangstext vergleicht.
▮Was ein Chatfenster weglässt
Eine professionelle Übersetzung entsteht normalerweise in einem CAT-Tool wie memoQ oder Trados. Das Tool teilt den Text in Segmente, hält jeden Ausgangssatz neben seiner Übersetzung und wendet selbstverständlich eine Reihe von Kontrollen an: Das Translation Memory liefert bereits freigegebene Sätze, die Terminologiedatenbank markiert die vorgeschriebenen Begriffe, und die automatische Qualitätssicherung prüft Zahlen, Tags, Zeichensetzung und Auslassungen in der gesamten Datei.
Eine KI-Übersetzung aus einem Chatfenster hat nichts davon. Oft geht auch die Formatierung verloren: Tabellen, Überschriften und Layout kommen als reiner Text zurück, und das Dokument muss neu aufgebaut werden, bevor es gedruckt oder abgelegt werden kann. Die Übersetzung mag gut sein, aber nichts im Ablauf hat das bestätigt.
Dieselben Kontrollen im Vergleich:
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Im CAT-Workflow |
In einer KI-Übersetzung aus dem Chatfenster |
Nach Alignment und Prüfung |
| Zuordnung von Ausgangs- und Zieltext |
Jeder Satz bleibt neben seiner Übersetzung |
Keine; ein Textblock hinein, einer heraus |
Segment für Segment wiederhergestellt |
| Translation Memory |
Freigegebene frühere Übersetzungen genutzt |
Nicht genutzt |
Genutzt, und ein neues Translation Memory geliefert |
| Terminologiedatenbank |
Vorgeschriebene Begriffe in jedem Segment markiert |
Nur, wenn sie in den Prompt kopiert wurde |
Genutzt und in der gesamten Datei geprüft |
| Automatische Qualitätssicherung |
Zahlen, Tags, Auslassungen und Begriffe geprüft |
Keine |
In der gesamten Datei durchgeführt |
| Formatierung |
Originalformat bleibt erhalten |
Oft als reiner Text zurückgegeben |
Im Originalformat per DTP neu aufgebaut |
| Nachweis, wie sie entstanden ist |
Projektverlauf und Namen der Prüfer |
Modell, Prompt und Eingaben meist unbekannt |
Bericht mit jeder Änderung nach Fehlerart |
▮Die Fragen, die später niemand beantworten kann
Der zweite Verlust betrifft Informationen. Wenn eine KI-Übersetzung bei einem Prüfer ankommt, weiß er meist nicht, welches Modell oder System den Text erzeugt hat, welcher Prompt oder welche Anweisungen verwendet wurden, ob Glossar, Styleguide oder frühere Übersetzungen mitgegeben wurden und ob das Dokument als Ganzes übersetzt oder abschnittsweise eingefügt wurde.
Jeder dieser Punkte beeinflusst, wo Fehler wahrscheinlich sind. Ein Modell, das ein Glossar und das gesamte Dokument erhält, verhält sich ganz anders als eines, das zusammenhanglose Bruchstücke ohne Anweisungen bekommt. Ohne diese Informationen muss der Prüfer jeden Satz gleichermaßen verdächtigen, und das dauert länger und kostet mehr.
▮So wird eine KI-Übersetzung prüfbar
Wenn Ihr Team mit KI übersetzt und das Ergebnis prüfen lassen will, machen einige Gewohnheiten die Prüfung schneller und verlässlicher:
- Das Paar aufbewahren. Ausgangstext und KI-Ergebnis zusammen speichern, in ihren ursprünglichen Dateiformaten.
- Festhalten, wie sie entstanden ist. Modell, Datum und verwendeten Prompt notieren. Eine kurze Notiz genügt.
- Dieselben Referenzen weitergeben. Glossar und freigegebene frühere Übersetzungen der KI mitgeben und dasselbe Material an den Prüfer schicken.
- Ganze Dokumente übersetzen. Abschnittsweises Einfügen ist die häufigste Ursache für uneinheitliche Terminologie.
- Das Risiko vorher festlegen. Juristische, sicherheitsrelevante und behördliche Inhalte brauchen eine vollständige Prüfung; interne Unterlagen oft deutlich weniger.
▮Was eine unabhängige Prüfung leistet
Bei Alafranga durchläuft eine KI-Übersetzung, die uns zur Prüfung erreicht, dieselben Kontrollen wie ein Übersetzungsprojekt. Zuerst fragen wir nach den oben genannten Informationen. Liegen sie nicht vor, prüfen wir einen Probeabschnitt und sagen Ihnen, ob sich die Datei korrigieren lässt oder ob eine Neuübersetzung günstiger wäre. Ist das KI-Ergebnis so schwach, dass ein Prüfer mehr umschreiben als korrigieren müsste, kostet Post-Editing mehr als ein Neuanfang, und das sollten Sie vor Arbeitsbeginn wissen.
Auf Wunsch übernehmen wir Ausgangstext und KI-Zieltext anschließend in memoQ oder Trados und gleichen sie Segment für Segment ab. Damit kommt zurück, was der KI-Ablauf weggelassen hat: Ihre Terminologiedatenbank, ein vorhandenes Translation Memory und die automatische Qualitätssicherung. Das verursacht zusätzliche Kosten, deshalb lassen viele Kunden ein einmaliges Dokument stattdessen direkt in der Datei prüfen. In beiden Fällen prüft eine Fachperson jedes Segment am Ausgangstext auf Bedeutung, Vollständigkeit, Terminologie und Ton, und Zahlen, Einheiten, Auslassungen und Begriffe werden in der gesamten Datei kontrolliert. Ist das Layout verloren gegangen, bauen wir das Dokument per DTP im Originalformat neu auf.
Sie erhalten die korrigierte Datei und einen Bericht, der jede Änderung nach Fehlerart gruppiert. Der Bericht ist oft der nützlichste Teil: Er zeigt, wo die KI danebenlag und was beim nächsten Mal an Prompt oder Glossar zu ändern ist. Wurde die Datei in memoQ oder Trados übernommen, erhalten Sie zusätzlich Translation Memory und Terminologiedatenbank, sodass die nächste Übersetzung desselben Inhalts, ob durch KI oder durch einen Menschen, mit freigegebener Terminologie beginnt.
Wird derselbe Inhalt erneut übersetzt, ist es oft besser, uns den KI-Entwurf von Anfang an erstellen zu lassen. Bei der KI-gestützten Übersetzung lesen wir den gesamten Text, erstellen Glossar und Prompts, testen, welches System bei Ihren Inhalten am besten arbeitet, und arbeiten von Beginn an in memoQ, Trados oder einer Online-Übersetzungsplattform. Kontrolle, Einheitlichkeit und ein wiederverwendbares Translation Memory gehören dann zur ersten Lieferung, nicht zu einem Zusatzauftrag.
▮Wann ein KI-Entwurf genügt und wann nicht
Für viele interne und informative Inhalte ist ein KI-Entwurf eine vernünftige Wahl, sofern jemand ihn in einem Umfang prüft, der dem Risiko entspricht. Ohne vollständige Prüfung ist er eine schlechte Wahl für Verträge, behördliche Einreichungen, Sicherheitsanweisungen, medizinische Dokumentation und alles, was unter Ihrem Namen veröffentlicht wird.
So ordnen Sie Ihre eigenen Inhalte schnell ein:
| Inhalt |
Beispiele |
Was meist nötig ist |
| Intern und informativ |
Interne Notizen, Wissensdatenbank-Artikel, erste Entwürfe |
Leichtes Post-Editing |
| Kundenseitig |
Websites, Produktdokumentation, Marketingmaterial |
Vollständiges Post-Editing |
| Reguliert oder rechtsverbindlich |
Verträge, Sicherheitsanweisungen, medizinische Dokumentation, behördliche Einreichungen |
Vollständiges Post-Editing mit zeilenweisem Abgleich am Ausgangstext, oder Neuübersetzung |
| Schwaches KI-Ergebnis |
Text, der mehr Umschreiben als Korrektur braucht |
Neuübersetzung; sie kostet weniger als Post-Editing |
Die Frage ist nicht, ob Sie KI einsetzen, sondern welche Inhalte sie entwerfen kann und welche bei einer Fachperson bleiben müssen. Ein kurzer Test an Ihren eigenen Dateien beantwortet diese Frage meist besser als jede allgemeine Regel.
▮Was wir beitragen
Alafranga Language Solutions übersetzt seit 2002, mit Türkisch als Kernsprache und mehr als 40 Sprachen im Netzwerk, und arbeitet nach ISO 17100:2015. Deutsche Texte prüfen wir direkt am deutschen Ausgangstext. Haben Sie eine KI-Übersetzung, die vor der Veröffentlichung geprüft werden soll, senden Sie uns Ausgangstext, KI-Ergebnis und alles, was Sie über ihre Entstehung wissen.
▮Häufige Fragen
- Lässt sich eine KI-Übersetzung ohne Angaben zu Prompt oder Modell prüfen? Ja. Geprüft wird immer am Ausgangstext. Ohne Angaben zu Modell und Prompt beginnen wir mit einem Probeabschnitt, um zu sehen, wo sich die Fehler häufen, und vereinbaren dann den Umfang der vollständigen Prüfung. Unabhängige Prüfung
- Übernehmen Sie die KI-Übersetzung immer in ein CAT-Tool? Nein. Die Übernahme von Ausgangstext und KI-Ergebnis in memoQ oder Trados stellt jeden Satz neben seine Übersetzung und macht Terminologiedatenbank, Translation Memory und automatische Qualitätssicherung verfügbar, sodass Auslassungen, veränderte Zahlen und uneinheitliche Begriffe systematisch gefunden werden. Das verursacht zusätzliche Kosten, deshalb prüfen wir ein einmaliges Dokument oft direkt in der Datei. Wir empfehlen die Übernahme, wenn derselbe Inhalt erneut übersetzt wird oder das Risiko hoch ist.
- Was erhalten wir am Ende der Prüfung? Die korrigierte Datei im Originalformat und einen Bericht mit jeder Änderung nach Fehlerart. Wurde das Ergebnis in memoQ oder Trados übernommen, erhalten Sie zusätzlich Translation Memory und Terminologiedatenbank für künftige Übersetzungen desselben Inhalts.
- Ist die Prüfung einer KI-Übersetzung immer günstiger als eine Neuübersetzung? Nein. Braucht das Ergebnis mehr Umschreiben als Korrektur, ist eine Neuübersetzung günstiger. Wir bewerten zuerst eine Probe und sagen Ihnen vor Arbeitsbeginn, welcher Weg weniger kostet.
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 Seit 2002 direkt beauftragt von Umweltbundesamt, Solplanet / AISWEI, Hoogendoorn Growth Management, Delta Plus Group, HI-REZ Studios, Yum! Brands, Subway, Toyota, Siemens Gamesa, Fluke, Faro, Xerox, TP-Link, OSZE, American Bar Association, Playata / European Games Group sowie von vielen weiteren Unternehmen und Institutionen aus den Bereichen Energie, Gartenbau, Arbeitsschutz, Games, Automobil, Lebensmittel und öffentliche Hand.
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Mitglied der ATC (Association of Translation Companies, UK) seit 2007
 Arbeitsweise nach ISO 17100:2015 Datenschutz nach DSGVO Gegründet 2002 in Istanbul Registriert im Vereinigten Königreich: Alafranga Europe Ltd, Company No. 16711244
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